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Manuelle Medizin in der Behandlung von chronischen Spannungskopfschmerzen - Reliabilität der funktionellen Befunderhebung

Studienleiter: Dr. med. Kay Niemier, Klinik für Manuelle Therapie, Hamm

 

Einführung: Obwohl ein großer Erfahrungsschatz vorliegt, ist die wissenschaftliche Evidenzlage nach heutigen Maßstäben dürftig. Es stellen sich folgende Probleme:

  • Mangelnde Reliabilität der Untersuchungsmethoden
  • Mangelnde Validität der Befunde in Bezug auf Krankheitsbilder/Syndrome
  • Widersprüchliche Therapievergleichsstudien

Bei den vorliegenden Therapievergleichsstudien wurde meist die Wirksamkeit von Manueller Medizin bzw. einzelner Handgriffe auf ein bestimmtes Schmerzbild untersucht. Ein vorheriger Bezug des Krankheitsbildes zur funktionellen Befundkonstellation erfolgte nicht. Es werden Schmerzbilder und nicht funktionelle Befundkonstellationen behandelt.

Zur weiteren wissenschaftlichen Aufarbeitung fehlt aktuell eine evaluierte

  • Reliable Befunderhebung
  • Befundvalidität in Bezug auf Schmerz- bzw. Krankheitsbilder

Ein weiterer wichtiger Hintergrund für die wissenschaftliche Evaluation manualmedizinischer Techniken ist die Forderung der Politik und Kostenträger nach Evidenz basierter Medizin (EBM). Die zukünftige Finanzierung manualmedizinischer Diagnostik und Therapie wird entscheidend von ihrer Reliabilität, Validität und Therapierelevanz abhängen.

 

Hypothesen: Die manualmedizinische Befunderhebung ist reliabel (kappa > 0,6)

  • Intraraterreliabilität
  • Interraterreliabilität

 

Studien- und Untersuchungsablauf

  1. Festlegung von für chronische Spannungskopfschmerzen relevanten funktionellen Befunde (Expertengremium, Delfiprozess)
  2. Festlegung von für diese Befunde geeigneten Untersuchungstechniken (Expertengremium, Delfiprozess)
  3. Reliabilitätsuntersuchung

Der Ablauf der Funktionsuntersuchung ist randomisiert.

Probanden: Gesamt 40/geprüften Untersuchungsverfahren

 

Die Studie wird durch die „Deutsche Stiftung Manuelle Medizin“ unterstützt.